Das Schloß Aschach war zur Stauferzeit Sitz der Grafen von Henneberg und wahrscheinlich auch zeitweiliger Aufenthaltsort des aus dieser Familie stammenden Minnesängers Otto von der Botenlauben (um *1175).
Im Gefolge der Grafen von Henneberg werden 1331 ein 'Cunradus', genannt Ernst und ein 'Bertholdus von Meiningen' erwähnt. Die Schlosskapelle war allerdings unabhängig von der Pfarrei Aschach. Ob sich im Dorf eine Kirche oder Kapelle befand, ist ungeklärt.
Die heute noch stehende Pfarrkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit wurde 1447 vollendet. An den Schlusssteinen des Chorgewölbes sind die Wappen der Grafen Georg von Henneberg und seiner Gemahlin Johanna von Nassau angebracht, welche den Bau der Kirche veranlassten.
Damals gehörten zur Pfarrei die Filialen Stangenroth, Wollbach und Burkardroth. Die von Fürstbischof Echter von Mespelbrunn (1573 – 1617) eingeleiteten Reformen zur Erneuerung des Katholischen Glaubens wurden nur allmählich in Aschach wirksam.
Zu Pfarrei Aschach gehörten inzwischen der Ortsteil Neuses und Großenbrach. 1582/83 erhielt (Bad) Bocklet von der Pfarrei pfarrliche Rechte…..
Eine umfangreiche Außenrenovierung des Gotteshauses wurde 1975 durchgeführt. In den Jahren 1971 und 1978 wurde die Pfarrkirche im Geiste der neuen Liturgie unter Berücksichtigung ihrer baulichen Entwicklung restauriert. Heute gehört Aschach mit der Filiale Großenbrach zur Pfarreiengemeinschaft 'Heiliges Kreuz Bad Bocklet'
Pfarrheim
Zwischen Kirche und Pfarrhaus steht seit 1988 ein Pfarrheim. Im Obergeschoss befinden sich ein etwa 80 Quadratmeter großer Saal mit Kaffeeküche und einem kleinen Rauf und im Untergeschoss die Pfarrbücherei und Toiletten. Ansprechpartner für das Pfarrheim ist Kirchenpfleger Matthias Pancochar.
Friedhofskapelle
Sehenswertes Holzrelief auf dem Altar in der Friedhofskapelle. Es zeigt ein Pietà, geschaffen von Bildhauer und Maler Balthasar Schmitt. Der Künstler wurde am 29. Mai 1858 in Aschach geboren. Er arbeitete und wirkte in München und studierte in Italien. Seine größte Auftragsarbeit waren Apostelfiguren für Fond du Lak in den USA. Ab 1906 lehrte er an der Münchner Kunstakademie kirchliche Plastik. Mitten in er Arbeit verstarb Professor Balthasar Schmitt am 1. Mai 1942 in München. Sein Grabmal befindet sich vor der Friedhofskapelle in Aschach.