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Logo: Pastoraler Raum Burkardroth

Herzlich willkommen

auf den Seiten des Pastoralen Raums Burkardroth und Bad Bocklet

mit den Pfarreien Bad Bocklet,  Aschach mit Filiale Großenbrach und Steinach - dazu gehören kirchlich Hohn, Roth und Nickersfelden und die Pfarrei Windheim und mit den Pfarreien Burkardroth, Gefäll, Katzenbach, Lauter, Oehrberg, Premich, Stangenroth, Stralsbach, Waldfenster.

Impulse zu diesem Logo, die ich auch so beim Errichungsgottesdienst für unseren Pastoralen Raum benannt habe.

 Wenn ich das Logo anschaue, so steckt dahinter die Aussage
Gottes Herz schlägt für die Welt - 
und ich verbinde damit auch sehr gut die beiden Namen der Pfarrreiengemeinschaften 
hl. Kreuz - der Ort, an dem Jesus uns sein geöffnetes Herz zeigt 
der gute Hirte - den ich immer verbinde mit der Aussage aus den Evangelien - 
Jesus hat Mitleid mit den Menschen, er hat ein Herz, das für die Menschen schlägt. 
Und dieses pulsierende Herz hilft zum Leben in ganz konkreten Gemeinden, dafür stehen die 15 Ausschläge, die unsere Kirchtürme symbolisieren.
Und mit diesem Blick auf die Gemeinden fühle ich mich sehr dem Paulus verwandt,
wie er uns auch heute in dem Lesungsabschnitt begegnet ist. ( 2. Lesung am 2. Adventssonntag)

Dem Völkerapostel sieht die ganz konkrete Gemeinde, die Christen in Philippi,  mit denen er herzlich verbunden ist. Und diese Verbundenheit beschreibt er, 
wenn er betont, wie er für sie betet,wie er dankbar ist für all das,
was sie sozusagen auf die Beine stellen, wie er darauf hofft, sie wieder zu sehen und wie er auch voller Vertrauen ist, dass alles gut ausgeht, weil Gott es ist der vollendet.
Mit diesem Beginn des Philliperbriefes haben wir eine guten Impuls, wie gemeinsam. glauben.leben  Wirklichkeit werden kann. 
Es geht um die Gemeinschaft - es geht um das Beten gleichsam etwas zu erweitern, 
um die Feier des Gottesdienstes - es geht um Werke der Liebe - um den diakonalen Einsatz. 
Wenn ich noch einmal auf unser Logo schaue, dann denke ich auch an Einsätze als Notfallseelsorger, wo der Einsatz bei laufenden Reanimation lief.
Du bist da immer versucht mit halbem Auge auf den Monitor zu schauen, ob etwas zu erkennen ist, wie das Ganze ausgeht.
Und auch dieses Einsatz-Bild kann ich gut übertragen auf unsere gemeinsame Zukunft. Ich bin natürlich davon überzeugt, dass es gut wird,
Aber auch ein solcher Einsatz schenkt mir einen wichtigen Impuls für unser Zusammensein. 
Es gibt das sozusagen die Profis, die sich mit ihrem Können und Engagement einbringen und arbeiten. 
Genauso wichtig sind aber die sogenannten Ehrenamtliche, so aus dem Einsatzgeschehen, 
die Nachbarin, die einen Kaffee kocht, die Bekannte, die die Kinder betreut, 
jemand aus dem Haus, der still in einer Ecke sitzt und betet. Dieses Zusammenspiel von verschiedenen Kräften -
und da gehe ich auch jetzt weg von diesem Bild eines Einsatzes - schafft die Zukunft der Kirche. 
Und um wieder biblisch zu enden - das Evangelium ( 2. Adventssonntag) gibt uns eben den Impuls, unser Tun geschieht im Hier und Heute, in einer ganz konkreten Zeit und an einem konkreten Ort. 
Im Heute Gottes leben und seinen Pulsschlag spüren, damit wir Leben in Fülle haben, das ist mein Wunsch, für unser gemeinsam.glauben.leben in unserem Raum.  

Stephan Hartmann, Dekan

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Gedanken zum Monat

Mit dem ersten Advent hat auch ein neues Kirchenjahr begonnen, und in der Leseordnung für die Sonntage begegnet uns damit auch ein anderer Evangelist, dessen frohe Botschaft in diesem Jahr im Mittelpunkt steht.

Matthäus wird zu den Aposteln gerechnet. Die ersten drei Evangelien erwähnen, dass ein Zöllner - also einer der von den Juden verachteten — weil im Dienst der römischen Besatzungsmacht stehenden — Steuereintreiber, von Jesus in seine Nachfolge gerufen wurde.

Das Evangelium, das seinen Namen trägt, berichtet, wie Jesus ihn vom Zolltisch weg berief und mit ihm ein Mahl gefeiert hat (Mt. 9, 9). Markus und Lukas nennen diesen Zöllner Levi - warum die beiden Namen, dafür kenne ich keine Erklärung.

Die Tradition der Kirche hält Matthäus auch für den Verfasser des nach ihm benannten Evangeliums. Das hat mehrere Gründe. Dieses Evangelium verbindet die Nennung des Apostels Matthäus mit der Geschichte der Bekehrung eines Zöllners mit dem gleichen Namen. Daher entwickelte sich in der Tradition der Kirche der Glaube, dieser Zöllner sei Apostel geworden und habe schließlich das nach ihm benannte Evangelium verfasst.

Die Bibelwissenschaft sieht das mittlerweile anders, weil das Evangelium auch erst 80. n.Chr. geschrieben wurde und damit gilt: Über den Verfasser des Matthäusevangeliums kann man nur sehr wenig mit Sicherheit sagen. Was allgemein angenommen wird ist, dass Matthäus ein Judenchrist war: Ein Christ also, der vorher nicht Heide, sondern Jude war.

Matthäus betont immer wieder die Verbindung zur jüdischen Bibel. Sein Evangelium erwächst aus der jüdischen Glaubenstradition. Spannend ist, dass dieser schriftkundige Jude die überkommene Tradition im Licht der Jesusgeschichte neu deutet. In Jesus sieht er die Verheißungsgeschichte Israels erfüllt und so hören wir immer wieder: Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Und auch bedenkenswert, dass der Evangelist sein Evangelium beginnt mit einem Stammbaum von Jesus, der bis Abraham zurück reicht.

Diese längere Hinführung zu diesem Evangelisten Matthäus, kann uns konkret helfen. Durch Matthäus haben wir eine frohe Botschaft, die in dieser Zeit des Wandels, in der wir leben, uns Impulse schenken kann. Wie auch schon im Pfarrbrief bedacht, sind wir herausgefordert, diesen Wandel zu gestalten. Der Wandel in der Kirche von heute verbindet uns mit dem Matthäusevangelium, welches uns sozusagen auch lehrt, dass die überkommene Tradition neu gedeutet werden muss.

Die Fragen und Herausforderungen unserer Zeit verlangen Antworten. Diese können wir geben, wenn wir uns auf die Wurzeln des Christentums besinnen und von der Jesusgeschichte her die Antworten geben. Für mich gibt es immer wieder Momente in der frohen Botschaft nach Matthäus, die uns helfen können, zu verstehen, dass Tradition und „nach vorne weisende“ Vision eins sein können.

Jesus ist von Anfang an der „Immanuel", der „Gott-mit-uns", und Matthäus schildert dies auf seine Weise, weil er uns den Menschen Josef näher bringt, sozusagen schenkt, als ein Mensch, der zu einer Brückengestalt wird, zwischen Tradition und Neubeginn.

Er kannte das sogenannte >Alte Testament<, den Glauben seiner Vorfahren, konnte aber in der konkreten Situation Neuland betreten. Für Josef war der Glaube mehr als eine Ansammlung von Wertstücken im Museum. Er glaubte, dass Gott auch hier und heute am Werk ist und in den Alltag sich einmischt.

Es gibt Josefsbilder mit übergroßem Ohr, was aussagen will: Josef war hellhörig für Gottes Wort. Darum wird ihm im nächtlichen Traum klar, dass er nicht so stark eingebunden ist in ein überliefertes Gesetz, sondern vielmehr in die Tatsache, dass Gott ihm etwas Neues zumutet. Hätte Josef nur stur nach Vorschriften gehandelt, wäre Christi Weg zu uns Menschen nicht so verlaufen. Gott mutet dem Josef einen Schritt zu, der alles Bisherige übersteigt. Er soll zu diesen inneren Fragen, die ihn umtreiben Ja sagen und den Weg mit Maria weitergehen, wo er sich nicht vorstellen kann, wie es weitergehen soll.

Josef, wie ihn Matthäus malt, wird für mich zu einer Persönlichkeit, der Gottes Plan in die Tat umsetzt, obwohl es dafür sozusagen keine Gebrauchsanleitung gibt. Mit dem Blick und im Vertrauen auf den hl. Josef können wir uns daran machen, mit Antworten aus der Bibel Leben im Heute zu gestalten.

Um noch einmal Matthäus zu zitieren: Jesus erklärte ihnen: »Wenn ein Bibelgelehrter zu einem Schüler der neuen Wirklichkeit Gottes wird, dann geschieht etwas Besonderes. Wie ein Herr über ein großes Haus kann er aus seinen Schatzkammern die verschiedensten Schätze hervorholen, ganz neue und auch Schätze aus der Vergangenheit. (Mt.13,52).

Und noch so nebenbei -Matthäus ins Deutsche übertragen - heißt Geschenk Gottes.

Lassen wir uns so in diesem Jahr von Gott beschenken.

Stephan Hartmann, Dekan in Bad Kissingen

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