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Der ganz andere Einstieg in den Advent - Rock und Pop in der Aschacher Kirche

Das Innere des Gotteshauses war vom Aschacher Küster Matthias Panchochar mit warmem, rotem und blauem Licht in fast mystischer Weise beleuchtet. Die Kirchenbänke füllten sich kurz vor Beginn der Feier gut mit interessierten Gläubigen aus den verschiedenen Gemeinden des Pastoralen Raumes. Und wohl jeder hatte andere Erwartungen: Was konnte da auf einen zukommen unter der Überschrift: „Rock und Pop mit Tiefgang – Mehr als nur Beats!“

Zum Einzug erklang das mitreißende Intro der Doobie Brothers mit den Worten des Refrains: „Music is the doctor of my soul“, ein erster Hinweis auf das, was die folgende Stunde bereit hielt. „Der Friede der Welt muss in unserem Herzen, in unserer Seele, den Ursprung nehmen.“ – mit diesem Zitat und der ersten Strophe des bekannten Adventsliedes „Wir sagen euch an…“ wurde dann deutlich, dass die Feier auch ganz im Zeichen der Ankunft des Herrn stehen sollte. Und da passte es gut, dass Adel Tawil in seinem Song „Ist da jemand?“ auch die Antwort gibt: „Immer wenn du es am meisten brauchst, dann ist da jemand!“- nämlich Gott!
Die amerikanische Band „The Byrds“ verwendet in dem Song „Turn, turn, turn“ die Worte von Pete Seeger, der seinen Text fast wörtlich aus dem Buch Kohelet nahm: Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit.
´Gott passt auf uns auf´ versicherte uns Bette Midler in ihrem Song „From a distance“ und sie fordert uns darin auf, uns selbst zurück zu nehmen und jegliche kleinliche Sicht zu überwinden.
Von der irischen Band U2 erklang das Lied „Still haven’t found what I’m looking for“. Ihr Sänger Bono macht da deutlich, dass er klagend und suchend, aber voller Hoffnung mit Gott spricht.
Das außergewöhnliche Liebeslied von Whitney Houston “My love is your love” erinnerte an die Worte Jesu: „Bleibt in mir und ich in euch!“
Die US-Band Mr. Mister betete in ihrem Lied „Kyrie Eleison“ zu Gott und bat dabei den Herrn um seinen Schutz auf so mancher Motorradtour durch den Grand Canyon und ganz allgemein auf unseren Wegen.
Noch einmal kam Adel Tawil zu Wort mit seiner eindringlichen Bitte: „Gott, steh´mir bei!“ - Ein verzweifelter Hilferuf angesichts der überbordenden Probleme dieser Welt.
„One Love. One Heart.“: Ende der 70er Jahre, in einer Zeit großer politischer Unruhen in Jamaika, rief Bob Marley mit diesem Song zur Einheit auf. Hass und Gewalt sollten durch Liebe und Zusammenhalt überwunden werden. Dieser Song ist weit mehr als ein Klassiker der Reggae Musik!
1977 hatte die englische Gruppe BARCLAY JAMES HARVEST ihren wohl größten Erfolg: „Hymn“. Gegen das „Abheben“ durch Drogen, das den Boden unter den Füßen verlieren lässt, stellt die Band den genau entgegengesetzten Ansatz Jesu: Er wurde hingerichtet, stand aber wieder auf von den Toten, gerade so, als wolle er uns sagen: „In Gott allein fliegen wir.“ Zur Überraschung der Gottesdienstbesucher wurde dieses Lied nicht - wie die anderen zuvor – technisch eingespielt, sondern live gesungen und gespielt von Daniela Hillenbrand und Thomas Reuß. 
Nach dem gemeinsam gebeteten Vater unser und der Bitte um den Segen des allmächtigen Gottes durch Walter Kuhn waren es erneut Hillenbrand und Reuß, die das letzte Lied zu Gehör brachten: 
Leonard Cohens weltbekanntes „Hallelujah“. Dieses Wort ist hebräisch und heißt übersetzt Lob dem Herren. Cohen hatte in diesem Werk seinen Glauben intensiv reflektiert und so über einen Zeitraum von fünf Jahren mindestens 80 verschiedene Verse für das Lied geschrieben. 

Die Gläubigen bedankten sich bei den Verantwortlichen für den besonderen Gottesdienst mit kräftigem Applaus und blieben noch geraume Zeit im Pfarrhof zusammen bei Glühwein und Gebäck.